Bringt jo eh nix, hams gsagt. Wos wüstn scho Großoatiges mochn, hams gsagt.

 

Stimmt nicht, sage ich. Ein Plädoyer für engagierte Schülervertretungen.

 

Jahrelang wurde dafür gekämpft und auch heute ist sie leider immer noch nicht selbstverständlich an allen Schulen. Trotzdem wird sie in den eigenen Reihen viel zu oft als überflüssig angesehen und ihre Notwendigkeit unterschätzt. Richtig, die Rede ist hier von der gesetzlich gewählten Schülervertretung.

Alle Jahre wieder findet eine neue Wahl statt und alle Jahre wieder raffen sich neue Schülerinnen und Schüler auf, um für ein Amt zu kandidieren, das sich schließlich gut im Lebenslauf macht und Ansehen bringen soll. Doch das ist auch schon wieder der einzige Grund, denn „es bringt ja eh nix“. Oder??

 

Stimmt nicht, sage ich! Nach einem Jahr in der Schülervertretung habe ich zahlreiche andere engagierte Schülervertretungen kennengelernt, die sowohl mit kleineren Projekten als auch mit großen Visionen den Schulalltag spannender gestalten wollten. Die Begeisterung dieser Jugendlichen sowie ihr Durchsetzungswille vor allem auch gegenüber den Schulpartnern waren stets deutlich zu spüren. Selbst der letzte Zwerg musste bei deren leidenschaftlichen Einsatz einfach mitgerissen werden!

 

Natürlich hat es eine Schülervertretung am Stiftergym vergleichsweise einfacher als so manch andere: Wir genießen ein angenehmes Schulklima mit einem guten Lehrer-Schüler-Verhältnis; Wir müssen uns keinen Streitpunkten wie dem Raucherhof oder der Hausschuhpflicht stellen; SIP’s gibt’s schon lange und das Schulfest am Endes des Jahres ist auch schon zu einem Fixpunkt geworden. Doch gerade wegen dieser günstigen Verhältnisse hat die Schülervertretung viele Möglichkeiten, unseren Schülerinnen und Schülern einen noch besseren Service zu bieten, indem sie zum Beispiel. verschiedene außertourliche Aktivitäten organisiert.

 

Und was das jetzt bringen soll? Tja, vermutlich doch ein paar dankbare Leute, einen abwechslungsreicheren Schulalltag und eine gesetzliche Vertretung unserer „Berufsgruppe“ gegenüber den Schulpartnern. Persönlich bringt’s auf jeden Fall viele neue Freunde und das Erweitern der so gefragten Soft Skills.

 

Klar, Ehrenämter sind gratis – aber keinesfalls umsonst. Wer jetzt immer noch anderer Meinung ist, der soll froh sein, dass es trotzdem Leute gibt, die nicht so denken.

 

 

Magdalena Burger, Schulsprecherin 2012/13

 

 


von Magdalena

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Kommentare: 2
  • #1

    Daniel Leonov (Dienstag, 08 Oktober 2013 09:34)

    Toller Artikel - kann ich nur bestätigen!

    "Wer aufhört, besser werden zu wollen, hört auf, gut zu sein" - Marie von Ebner-Eschenbach

  • #2

    Michael Haderer (Dienstag, 08 Oktober 2013 10:48)

    Guter Kommentar. Was für die Schulen gilt, gilt selbstverständlich auch für unsere Gesellschaft. Es braucht Menschen, die oft mit viel Idealismus Projekte auf den Weg bringen, sich für andere einsetzen, gestalten wollen.

    Danke.