Die Fortpflanzung der Amöben

Foto: Theater Phönix Linz
Foto: Theater Phönix Linz

 

Ein Stück von Suse Grünau; Uraufführung im Rahmen des Kinder- und Jugendtheater-festivals SCHÄXPIR. Ab 15 Jahren.

 

Bist du nur aufgeklärt oder liebst du schon? Im Leben geht es doch nie wie im Biologieunterricht zu. Immer mischen Gefühle mit ... Auf höchst entspannte Weise und mit kultverdächtigen Brit-Rock-Songs nähert sich „Die Fortpflanzung der Amöben“ dem schönsten Thema der Welt.

 

Die Eltern von Gustav sind übers Wochenende verreist. Er soll die Villa hüten. Für seine Freunde bedeutet das: sturmfrei! Trotz Gustavs anfänglicher Zweifel – wegen der teuren Möbel und der seltenen Whisky-Sammlung – lässt sich Gustav zu einer Party überreden. Max bringt seine fesche Freundin Julia mit, für Paul wird die geheimnisvolle Kathi eingeladen – und für Gustav? Mara, das Mauerblümchen. Zu Beginn der Party sind vier Personen verliebt, zwei davon heimlich, und eine ist noch nie geküsst worden. Am Ende der Party haben zwei ihr peinlichstes Erlebnis erzählt, eine ihr Coming-Out hinter sich und mindestens zwei sind keine Jungfrauen mehr. Und die Villa, naja egal.

(Quelle: Theater Phönix Linz)

 

Übertrieben, provokant und doch so treffend.

Obwohl das Stück „Die Fortpflanzung der Amöben“  für viel (oft auch verlegenes) Gelächter sorgt, scheint es nahezu provokant mit seiner verdorbenen Darstellung der heutigen Jugend. Doch die bekannten Stereotype lassen sich in ihrer übertriebenen Art schnell erkennen und wohl jede/-r unseres Alters wird  in der einen oder anderen Situation ein Déjà-vu erleben:

 

Denn genauso wie der protzende Macker mit seinem Mädchen darf wohl auch der anfangs penible Gastgeber nicht fehlen, ganz abzusehen von dem Typ, der sich ganz dem Alkoholexzess hingibt, oder den scheinbar oberflächlichen Tussis.

Dass man lieber fremde Häuser verwüstet, als eigene, und dass man nicht auf das obligatorische „Flaschen-Drehen“ verzichten kann, wird ebenfalls vom Großteil der Jugendlichen bestätigt werden.

 

Ein Theaterstück  voller Klischees dessen Ende wohl ziemlich anders kommt, als erwartet – oder etwa doch nicht?

 

Spieltermine noch bis 25. Oktober:

http://www.theater-phoenix.at/spielplan.php?action=appointments&s_id=333.

 

 


von Magdalena

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