Happy Halloween!

Foto: Sarah Parnreiter
Foto: Sarah Parnreiter

 

Der 31. Oktober naht, aber warum feiern wir Halloween überhaupt und welche Bräuche gibt es eigentlich?

 

Halloween wird in vielen Ländern ausgelassen gefeiert: Ausgehöhlte Kürbislaternen und Gruselparties, verkleidete Kinder, die von Tür zu Tür gehen. Viele vermuten den Ursprung des Festes in den USA, doch tatsächlich stammt es aus Irland.

Halloween ist aus drei verschiedenen Einflüssen entstanden.

 

Das keltische Samhain-Fest: Das Ende des Sommers und Fest der Toten

Die irischen Ureinwohner waren Kelten und feierten Samhain, das Ende des Sommers, in der Nacht vom 31.Oktober auf den 1. November. Samhain galt als „Fest der Toten“. Die Kelten glaubten, dass in dieser Nacht die Grenzen zwischen Diesseits und Jenseits so verschwimmen würden, dass Geister ihnen womöglich Schaden zufügen könnten.

 

 

Allerseelen und Allerheiligen: Die christlichen Wurzeln von Halloween

Das Wort "Halloween" soll sich aus All Hallows' Eve, also einer Bezeichnung für den Vorabend des Allerheiligen-Feiertages, entwickelt haben. In Irland lebten keltisches Heidentum und katholischer Glaube lange Zeit miteinander, und noch heute erinnert man sich vielerorts der keltischen Bräuche. In Halloween verbinden sich beide Elemente dieser zeitnahen und thematisch verwandten Feste zu einem Feiertag. Die unheimliche Nähe des Totenreiches in der Nacht vor Allerheiligen sorgte für den Gruselaspekt, der heute den Halloween-Fans besonders viel Spaß macht.

 

Die große Hungersnot in Irland: Wie Halloween nach Amerika kam

Verursacht durch die Kartoffelfäule kam es im 19. Jahrhundert in Irland zu einer fürchterlichen Hungersnot. Rund eine Million Menschen starben, eine weitere Million wanderte aus.

Auswanderer waren es auch, die den Halloween-Brauch schließlich Amerika brachten. Hier wurde das Fest mit weiteren Ritualen angereichert, die heute auch in vielen anderen Ländern der Welt bekannt sind.

 

Irische Halloween-Bräuche

Besonders in den Regionen, wo die irische Sprache Gälisch noch eine große Rolle spielt, ist das keltische Erbe lebendig geblieben. Noch heute werden zu Halloween in Irland große Feuer entzündet. Früher glaubte man, die Feuer würden den Seelen der Verstorbenen den Weg zum Himmel weisen. Außerdem sollen die Feuer böse Geister fernhalten.

 

 

Gruselbräuche in Amerika

Auch der ausgehöhlte Kürbis, in den ein Gesicht geschnitzt wird, das eine Kerze von innen zum Leuchten bringt, ist ein irischer Brauch, jedoch verwendeten die Iren ursprünglich die für Irland typischere Rübe. Erst in den USA wurde ein Kürbis daraus.

"Trick or treat" - mit dieser kombinierten Bitte und Drohung gehen in Amerika die Kinder traditionell von Tür zu Tür.

 

Der Brauch des Verkleidens geht zurück auf keltische Zeiten, als die Menschen sich vor den möglicherweise bösen Geistern fürchteten, die in dieser Nacht auftauchen konnten. So verkleideten sie sich selbst als Geist oder Teufel, um nicht erkannt zu werden und um möglichen Schaden von sich fernzuhalten.

 

 


von Miriam

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