Catching Fire

Foto: testedich.at
Foto: testedich.at

Nach der erfolgreichen Verfilmung des ersten Teils von Suzanne Collins' preisgekrönter Triologie "Die Tribute von Panem" war es nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Part auch in unseren Kinos zu sehen sein würde. Mit der Neubesetzung des Regisseurs durch Francis Lawrence wurde die Spannung weiter ins Unermessliche getrieben, da natürlich niemand wirklich wusste, wie er dem Film seine Handschrift geben würde. Am 21. November war es dann soweit, als der meist erwartete Film des Jahres auch in Österreich endlich seine Premiere feierte.

Wenn der Albtraum wahr wird

Nur wenige Monate sind seit dem Sieg von Katniss und Peeta bei den 74. Hungerspielen vergangen. Nun steht die Tour der Sieger, bei der die beiden ganz Panem bereisen und dabei in jedem Distrikt innehalten, um die gefallenen Tribute zu ehren, direkt bevor. Noch vor dem Anbruch jener speziellen Reise lässt Präsident Snow seine ganz besonderen Grüße ausrichten und stattet der Siegerin einen angsteinflößenden Besuch ab. Nach ihrer vermeintlichen List aus Liebe, durch die zum ersten Mal zwei statt einem Sieger bei den Hungerspielen gekrönt wurden, scheint es Aufstände in Panem zu geben. Der befürchtete Funke des Mädchens, das in Flammen steht, war übergesprungen und hatte ein großes Feuer entfacht. Nun liegt es an Katniss, weiter die "Bis-über-beide-Ohren-Verliebte" zu spielen und so ihre Familie zu beschützten. Als ob diese Bürde nicht schon schwer genug wäre, kommt das dritte Jubeljubiläum (die 75. Hungerspiele) immer näher. In jener besonderen Art der Spiele verändern sich die Spielregeln zum Leidwesen der Bevölkerung einmal alle 25 Jahre, zur Erinnerung an den Aufstand gegen das Kapitol und den folgenden hart erkämpften Frieden. Die Auflösung des Rätsels, welches Übel sie dieses Mal ertragen müssen, trifft das ganze Land unvorbereitet. Mit unheilvollen Worten verkündet Snow, dass die männlichen und weiblichen Tribute bei den 75. Hungerspielen aus dem bestehenden Kreis der Sieger ausgelost werden und  lässt damit Katniss größten Albtraum wahr werden: Sie muss wieder in die Arena. Ihr einziger Gedanke aber gilt Peeta und dem Willen, dieses Mal nur für sein Überleben zu kämpfen. Koste es was es wolle…

 

Foto: thewrap.com
Foto: thewrap.com

 

Eine sehenswerte Fortsetzung

Da ich selbst ein großer Fan dieser Triologie bin und die Bücher natürlich alle gelesen habe, kann ich meine Eindrücke auch nur als solcher widergeben. Aber sind nicht Kenner oft sowieso die härteren Kritiker?

 

Meiner Meinung nach macht die Fortsetzung ihrem Vorgänger wirklich alle Ehre. Der Film beeindruckt nicht nur mit Special-Effects und Action, sondern auch mit Charme, Witz und Gefühl. Trotzdem wirkt das Ende des Films etwas plötzlich und zusammengestaucht, was aber wenn man das Buch nicht gelesen hat, weniger auffällt. Alles in allem ist "Catching Fire" ein äußerst sehenswerter Film. Vor allem wenn einem der erste Teil schon recht gut gefallen hat, sollte man an einem verschneiten, düsteren Tag die Chance nutzen, um Katniss und Peetas vermeintlich tragische Liebesgeschichte weiter zu verfolgen oder auch um eine neue, unvergleichliche Interpretation der antiken Gladiatoren-Kämpfe zu sehen.

 


von Birgit

Kommentar schreiben

Kommentare: 0