"Geil war's!"

Alle kamen sie – Jung und Alt, Geschwister, Großeltern und Freunde – zum Release-Konzert von Loving.the.Alien am Samstag, dem 22. Februar. Als besondere Kulisse für ein ebenso besonderes Album wählte die junge Band das Welser Stadttheater.

Dass dieser Abend musikalisch einzigartig wird, bewies gleich zu Beginn die Vorband Léyya (Abb. 1). Melancholisch, düster und doch wild und unkonventionell präsentierten sich die drei jungen Musiker und ihre Sängerin, die bereits auf ihre EP „Innercircus“ stolz sein dürfen und an diesem Abend zum ersten Mal ihr „Neues“ (Lied) live präsentierten.

 

Etwas poppiger wurde es dann mit dem Linzer JFT-Trio (Abb. 2;3). Die Abräumer des Austrian Newcomer Awards 2014 zeigten, dass sie was drauf haben, auch wenn der Bassist kurzfristig wegen Krankheit vertreten werden musste. Ein verschwitzter Johannes Traxler lud mit seiner Stimme zum Mitswingen ein und machte Lust auf das, was noch kommen würde.

 

Und es kam auch! Nach einer längeren Umbaupause betraten Loving.the.Alien mit einer Großmannschaft bestehend aus Bläsern, Streichern und einem Chor, alles engagierte Mitschüler/-innen der M-Klassen, die Bühne. Laute Trommeln ertönten und im Hintergrund erschien das erste „Visual“: Ein Herz, getragen von farbbefleckten Händen. Wer bis dahin noch nicht voll dabei war, wurde spätestens jetzt vom Rhythmus der Schlägel und den bald erklingenden Stimmen von Lea und Niklas mitgerissen und bis zum Ende des Konzerts auch nicht wieder losgelassen.

Mal leiser, mal lauter, mal mit Streichern, mal mit Ziehharmonika – Loving.the.Alien präsentierten sich vielfältig und organisiert, denn an diesem Abend wurde nichts dem Zufall überlassen. Trotzdem hatten alle sichtlich Spaß und waren begeistert, dass sich so viele Leute zu ihren Ehren im Stadttheater eingefunden hatten. Die Songs des neuen Albums „The Blinded You“ wirken erwachsener und in gewisser Weise klarer. Trotz des Großaufgebots an Bläsern und Streichern gingen die einzigartigen Stimmen von Lea und Niklas, die sich in perfekter Harmonie abwechselten und vereinten, nie unter. Bei „Rebuilding Ships“ wurde schließlich das Publikum aufgefordert eine bestimmte Melodie mitzusingen. Niklas gab mit seinem Schlägel das Kommando und hatte sichtlich Freude dabei, uns zu motivieren: „Jetzt klatscht ihr so laut und dann singt ihr nicht mal gescheit!“.

Zum Schluss gab es wie es sich für so ein gelungenes Konzert gehört kräftigen Applaus und Standing Ovations, begleitet von lauten Zugabe-Rufen. Eine Draufgabe wurde dann auch in Form eines ihrer älteren Songs, „Thunderbuster“, serviert.

 

Wir können uns dem Abschlussstatement von Loving.the.Alien nur anschließen – „Geil war’s!“.

 

 

Anna

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