EFD – Was ist das? 

Bild: Anna Weberberger
Bild: Anna Weberberger


In den vergangenen vier Monaten habe ich diese Frage so oft beantworten müssen, dass mir die Worte schon beim Hals heraushängen. Und doch erkläre ich euch gerne noch einmal, was ich in diesem Jahr nach meiner Matura am Stiftergym mache.

 

EFD steht für Europäischer Freiwilligendienst und bildet einen Teil des EU-Programms Erasmus + JUGEND IN AKTION.  Er bietet jungen Menschen zwischen 17 und 30 Jahren, egal welcher Ausbildung oder sozialen Statuses, die Möglichkeit für zwei bis zwölf Monate in ein anderes europäisches (in seltenen Fällen auch darüber hinaus) Land zu gehen und sich dort gemeinnützig in einem Projekt zu engagieren. EFD-Projekte lassen sich grob in die drei Inhalte Soziales, Ökologisches und Kulturelles gliedern. So kannst du in einem Kindergarten, einem Nationalpark oder bei der Gestaltung eines Festivals mitwirken. – Die Anzahl an Projekten scheint schier unendlich!


Da, wie der Name schon sagt, diese Arbeiten auf Freiwilligkeit basieren, verdient man beim EFD nichts. Jedoch erhält man ein monatliches Taschengeld, sowie Geld für Verpflegung. Die Unterkunft, welche eine WG, eine Wohnung innerhalb einer Residenz oder selten eine Gastfamilie sein kann, wird ebenfalls kostenlos zur Verfügung gestellt. Nebenbei ist man als europäische/-r Freiwillige/-r rundum versichert und die Eltern erhalten weiterhin das Kindergeld.


Mich hat es Anfang September nach A Coruña, eine Stadt im Nordwesten von Spanien, verschlagen, wo ich bis Juni in einer internationalen WG wohne und in einer Einrichtung für geistig beeinträchtigte Menschen arbeite. Viele der Gründe, warum ich mich für dieses Auslandsjahr entschieden habe, haben sich mittlerweile erfüllt. So habe ich nach vier Monaten nicht nur meine Spanischkenntnisse enorm verbessert und eine Auszeit vom Lernen erhalten, sondern bin ich mir mittlerweile auch im Klaren darüber geworden, was ich ab kommendem Herbst studieren möchte.


Viele internationale Bekanntschaften, neue (kulturelle) Erfahrungen, Reisen, Fiestas,… - Ja, das ist nicht die Kurzbeschreibung des Films Barcelona für ein Jahr, sondern die meiner vergangen vier Monate in Spanien. So perfekt mein EFD auch scheint, immer ist es natürlich nicht leicht für mich gewesen und ist es bis heute noch nicht. Sprachliche Barrieren, das Auf-sich-allein-gestellt-Sein, viele neue Eindrücke und natürlich Heimweh gehören wohl zum Alltag einer/-s jeden, die/der den Schritt ins Ausland wagt. Es ist aber auch ein Weg in die Selbständigkeit und Reife, den ich jeder/-m ans Herz lege.

Wer sich nun motiviert für Auslandserfahrungen fühlt, schaut am besten im Büro des Jugendservice oder gleich des Vereins 4YOUgend in Linz vorbei oder holt weitere Informationen im Internet ein (nachstehend diverse Links).

 

 

http://www.jugendservice.at/themen/auf-davon/europ-freiwilligendienst.html

https://www.go4europe.de/#raus-finden

http://europa.eu/youth/evs_database

http://www.youthreporter.eu/

 

Auf meinem Fotoblog, unter http://lafilleanna.tumblr.com/, könnt ihr euch ebenfalls für Abenteuer im Ausland inspirieren lassen!

 

von Anna

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