Schulsprecherwahl: Martin Bernard und Felix Strasser im Interview

Bis jetzt kandidiert leider noch kein anderes Team für die Schülervertretung als die

Dreiergruppe aus Martin Bernard, Felix Strasser und Tabea Mitterbauer. Unter dem aus Gründen des Konkurrenzmangels sinnfrei gewordenen Motto „Mit Elan für den Stifterclan“ stürzen sie sich enthusiastisch in den rudimentären Wahlkampf. Wenn ihr nach dem derzeitigen Stand der Dinge am Freitag auch leider keine andere Auswahlmöglichkeit habt, möchten wir euch selbstverständlich trotzdem das motivierte Trio und deren Ziele und Meinungen vorstellen.

Im Team dabei sind...


Martin Bernard

Der erfahrene 8A-Klässler mit „frisch-fröhlichen 17 Jahren“ (Zitat) war schon im letzten Jahr als Schulsprecherstellvertreter aktiv und möchte heuer versuchen, das Amt des Schulsprechers zu ergattern.


Felix Strasser

Mit 16 Jahren ist der 6A-Klässler, der 1. Stellvertreter werden möchte, zwar der jüngste im Team, hat aber ausgeprägtes politisches Interesse und ist bemüht, die Anliegen des „Stifterclans“ bestmöglich zu vertreten.


Tabea Mitterbauer

Die engagierte 18jährige Schülerin besucht die 8M und bewirbt sich als 2. Stellvertreterin. Beim Interview konnte sie leider nicht anwesend sein.

Das Interview (Montag 5. 10.):


Tobias Lindorfer: Wieso habt ihr beschlossen, bei der Wahl der Schülervertretung anzutreten?


Martin Bernard: Letztes Jahr war ich mit der Paula ja schon als Schulsprecherstellvertreter aktiv, das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Das möchte ich jetzt fortsetzen; ich habe ja schon eine Menge Erfahrung gesammelt, auf die ich heuer gerne zurückgreifen möchte, aber eben mit einem anderen Team.


Felix Strasser: Für mich hat eigentlich Politik schon immer eine ziemlich große Rolle in meinem Leben gespielt. Stellvertreter möchte ich in erster Linie aus zwei Hauptgründen werden, nämlich möchte ich die Anliegen der Schülerinnen und Schüler so gut wie möglich vertreten und auch für mich selber, für mein Leben Erfahrungen sammeln.


Was möchtet ihr alles durchsetzen? Wie lauten eure Pläne?


Martin: Wir möchten einiges beibehalten und auch vieles verändern.


Zum Beispiel die Nachhilfebörse: Die hat es zwar letztes Jahr schon gegeben, aber die war so kompliziert, dass das kaum jemand genutzt hat. Wir wollen ein einfacheres

System, vielleicht greifen wir wieder auf das alte mit der Liste, bei der man sich eintragen muss (Schuljahr 2013/14, Anm.), zurück (…).


Ein anderes Projekt ist das WPG-Schnuppern; das haben wir auch schon letztes Jahr im Programm gehabt, die Durchsetzung hat aber nicht gescheit funktioniert. Das war

eine besonders skurrile Situation: Im SGA waren alle dafür; Direktor war begeistert; Lehrervertretung war begeistert, aber letztendlich konnte der Direktor keinen Termin finden, um vor den Weihnachtsferien durch die Klassen zu gehen und mit den Schülern über die WPGs zu reden. Dadurch hat sich das so nach hinten verschoben, dass einfach kein zeitlicher Rahmen mehr da war. Darum werde ich mich heuer darum bemühen, dass das ganze früher in die Wege geleitet wird und es somit noch eine Möglichkeit zum Schnuppern für die fünften Klassen gibt.


Felix: Ein weiterer neuer Programmpunkt ist eine Whatsappgruppe für die Klassensprecher, denn – wie ich auch bereits letztes Jahr sehen konnte – ist ein großes Problem im Stiftergym die Kommunikation. Deswegen möchten wir also eine Gruppe für alle Klassensprecher erstellen und in dieser immer alle Informationen direkt an die Klassensprecher weiterleiten und jene dann die Neuigkeiten schnellstmöglich den Schüler weitersagen können (…).


Wir wollen zudem auf jeden Fall wieder ein Schülerparlament veranstalten (…). Was wir aber verändern wollen ist, dass wir die Informationen besser an die fünften Klassen weitergeben wollen; wir wollen diesen erklären: Was ist das SIP? Was macht man beim SIP? Wozu kann man Anträge schreiben?, etc… Eine tolle Möglichkeit wäre

außerdem, eine vorangehende Podiumsdiskussion, wie sie bei den Schülern, denke

ich, letztes Jahr ja sehr gut angekommen ist, mit dem SIP zu verknüpfen.


Martin: Auch ein Schulfest soll es wieder geben. Das war letztes Jahr schon recht gut, einiges kann man vielleicht auch noch verbessern.


Ein ganz wichtiger Punkt ist natürlich die Faschingsfeier! (Felix pflichtet lachend bei.) Letztes Jahr war der Fasching ja in den Ferien, heuer ist das gottseidank nicht

so. Ich bin sehr zuversichtlich, dass es also wieder eine Feier geben wird.


Felix: Was wir weiterführen möchten, ist die Veranstaltung eines Sozialprojekts (…). Dieses Jahr möchten wir den Fokus auf jeden Fall auf Flüchtlinge legen, weil sich da

viele engagieren wollen, aber nicht wissen, wie sie genau helfen sollen. Wir haben uns schon erste Gedanken gemacht, wir wollen u. a. eine Sammelaktion und Kleidertauschen veranstalten. Wir haben auch überlegt, im Zuge des Projekts die

Möglichkeit zu bieten, mit den Flüchtlingen direkt Zeit verbringen zu können.


Martin: Das Flüchtlingsthema werden wir womöglich auch bei der Podiumsdiskussion

einbringen, vielleicht in dem wir Flüchtlinge einladen.


Welche Pläne habt ihr mit dem Pausenraum?


Martin: Wir sehen das als Prozess und kein abgeschlossenes Projekt. Wir haben uns ja schon letztes Jahr im Schulgemeinschaftsausschuss dafür eingesetzt, und erst jetzt

ist die Mikrowelle da – man sieht, es dauert leider lange. Geplant ist demnächst eine Umgestaltung durch die 6B. Weitere Ideen sind ein Wasserkocher und eine Pinnwand. Wir werden sehen, was wir im SGA heraushandeln können. Es ist natürlich auch immer eine Preisfrage.


Martin, du warst letztes Jahr schon in der SV aktiv. Wie hat es dir gefallen, was hast du für Erfahrungen gemacht?


Martin: Mir hat es sehr gut gefallen. Es war immer wieder sehr interessant, besonders die Diskussionen im SGA. Unter anderem die harten (leider vergeblichen, Anm.)

Verhandlungen über das Trinken im Unterricht waren eine spannende Erfahrung.

Man lernt dann bald, was man durchsetzen kann, wie man das am besten angeht.

Die Kommunikation innerhalb des Teams war leider nicht immer optimal, genauso

auch die mit den Schülern. Aber wir haben sicher vieles erreicht, wie zum Beispiel die Podiumsdiskussion, das Schulfest, den Vortrag beim SIP…


Bist du zufrieden mit der Bilanz?


Martin: Teils, teils. Vieles hat sehr gut funktioniert, manches hat auch nicht optimal

hing´haut. Wie schon gesagt, wir haben tolle Sachen durchgesetzt, manches – vor

allem die Kommunikation – war nicht perfekt, das möchte ich noch verbessern. Prinzipiell: Positive Bilanz mit ein paar schlechten Punkten.


Trifft man eigentlich auf viel Widerstand?


Martin: Das kommt ganz darauf an, worum es geht. Wie gesagt, beim WPG-Schnuppern gar kein Widerstand, es dauert nur einfach lange. Auch bei der Mikrowelle war der Direktor sehr entgegenkommend. Das hat ja sogar die Schule finanziert, was auch nicht selbstverständlich ist. Aber beim Trinken und bei der elektronischen Mitschrift stößt man einfach auf Wände, da geht nix. Aber insgesamt haben wir viel erreicht, die Zusammenarbeit mit dem Direktor war fast immer sehr gut.


Wieso gerade bei der elektronischen Mitschrift so ein Widerstand? Die Lehrer haben ja auch Computer.


Martin: Das verstehen wir offen gesagt auch nicht. Es gab Argumente wie: „Die Schüler würden im Unterricht sonst ständig im Internet, auf Facebook sein“, aber das

sind sie jetzt mit ihren Handys ohnehin schon. Außerdem soll das Schreiben ein

„wertvoller motorischer Prozess sein, der das Lernen unterstützt“. Ganz so

nachvollziehen können wir das nicht, aber was sollen wir machen…


Abschließend noch: Wann bekommen wir die Schulpullis?


Martin: Da kümmert sich hauptsächlich die Paula drum. Die Bestellungen sind aufgenommen und werden demnächst abgeschickt, wann sie kommen, können wir noch nicht genau sagen, aber auf alle Fälle vor Weihnachten.


Danke für das Interview!

Von Tobias

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Kommentare: 2
  • #1

    Lara (Mittwoch, 07 Oktober 2015 22:31)

    Dein Wahlprogramm ist beeindruckend. Anscheinend wirbst du jetzt schon mit Punkten, von denen ich durch Klassensprecherkonferenzen weiß, dass sie ohnehin kommen. Anscheinend hat sich wenigstens das restliche Team ausreichend dafür eingesetzt. Praktisch oder? Dann brauchst du für die ersten beiden Punkte, wie den Aufenthaltsraum und das WPG-Schnuppern, erst recht wieder keinen Aufwand betreiben. Eigentlich bedarf ihre Umsetzung nicht einmal die Erwähnung in deinem Wahlprogramm.

    Ein Schulfest soll es auch wieder geben? Das ist super, dann bekommst du auch diesbezüglich eine zweite Chance. Denk bitte auch bei deiner Maturareiseplanung daran, sonst musst du dich wieder unauffällig aus dem Staub machen, um dich das allerletzte, unzähligste Mal vor der Arbeit zu drücken.

    Toll, finde ich, die Idee mit der Whatsappgruppe für die Klassensprecher. Erst vor kurzem hat mir Paula erzählt, dass sie die gleich nach der Wahl gemeinsam mit der neuen Vertretung gründen will. Anscheinend war da Telepathie im Spiel. Für dich ist es natürlich günstiger diesen Punkt in dein Programm einzubauen.

    Weißt du, was mich wundert? - Warum du deinen Einsatz und die Umsetzung für dein zweites Jahr im Amt aufhebst, wo du seit einem Jahr (auch das bisherige Schuljahr) die Möglichkeit dazu hattest?

  • #2

    Redaktion (Freitag, 09 Oktober 2015 23:03)

    Lustiger Zufall, dass der gleiche Kommentar bereits auf Facebook von einem schwer durchschaubaren Fake-Account gepostet wurde. Persönliche Racheaktionen und Kleinkriege bitte privat ausführen und nicht die Öffentlichkeit damit nerven.