Flüchtlinge in Europa

Ein Überblick über die dramatische Situation

Seit Monaten hat Europa ein Problem – die Flüchtlingskrise.

Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlinge kommen aus der ganzen Welt nach Europa, auf der Suche nach einer besseren Zukunft.

 

Die meisten Flüchtlinge wählen den gefährlichen Weg übers Mittelmeer und kommen entweder in Griechenland, Italien oder in der Türkei an. Von dort reisen sie weiter nach Mitteleuropa. Viele nehmen die immer schwieriger passierbare Route über den Balkan. Ständige Grenzkontrollen und der ungarische Grenzzaun machen die Reise für die Flüchtlinge noch strapaziöser. Die Länder Österreich, Schweden und Deutschland sind beliebte Ziele für die Asylwerber.

 

Aber wieso ausgerechnet Europa? In den Medien wird Europa als kleines Paradies dargestellt. Mit der Schulpflicht, dem technischen und medizinischen Fortschritt, dem hohen Einkommen pro Kopf und der Demokratie ist Europa neben Amerika und Australien wohl einer der vielversprechendsten Kontinente dieser Welt.

Aber ist “Paradies“ ein berechtigter Ausdruck? Für die meisten Flüchtlinge endet die lebensgefährliche Reise in einem Auffanglager – ihre Hoffnungen in das große Europa des Wohlstandes werden enttäuscht.

 

Viele Wirtschaftsflüchtlinge kommen nach Europa, um einen Arbeitsplatz zu bekommen. Sie suchen Chancen für eine bessere Zukunft, Chancen auf Bildung und Geld. Kriegsflüchtlinge hingegen haben andere Gründe. In ihren Herkunftsländern herrschen(Bürger-) Krieg, Gewalt, Diktatur und große Armut. Von Europa erhoffen sie sich vor allem eines: Sicherheit für sich selbst und ihre Familien.

 

Europas Bevölkerung ist geteilter Meinung. Einerseits wird in den Nachrichten immer wieder von Demonstrationen (Pegida) in Ostdeutschland berichtet, Ministerpräsident Viktor Orban ließ bereits Ungarns Grenzen schließen. Viele Menschen haben Angst. „Der Untergang des christlichen Abendlandes“ wird befürchtet und von vielen prophezeit. Fremde Kulturen sind einigen plötzlich näher, als ihnen lieb ist. Andererseits existiert auch eine große Welle der Hilfsbereitschaft. In den Erstaufnahmezentren und an den Bahnhöfen sind freiwillige Helfer vor Ort, unzählige Sachspenden werden gebracht, Flüchtlinge werden willkommen geheißen.

 

Europa und seine Menschen stehen vor einer großen Aufgabe. Politiker aller Länder müssen mehr Verantwortung denn je übernehmen, sie müssen sich durchsetzen gegenüber fremdenfeindlichen Parteien und Politikern. Stabile und zukunftsweisende Konzepte müssen dem Unmut und der Angst entgegengehalten werden.

Eine harte Probe für das Friedensprojekt Europa!

von Lena Hinterhölzl

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