Welcher Lift-Typ bist du?

Jeder kennt diese schrägen Typen, auf die man trifft, wenn man den Lift betritt. Aufzug fahren ist wie ein Ausflug durch eine Geisterbahn, man weiß nie, was als nächstes passiert. Wer steigt ein, wer aus? Und noch spannender: Wer fährt mit?

Doch welcher Typ bist du? Bist du der, der fast einschläft weil er sich zu Tode langweilt, oder der, der einfach nicht aufhören kann, vor Scham und Unsicherheit, nur in sein Handy zu sehen?

Der „Ich bin wichtig Typ“

Kaum geht die Tür zu, holt dieser Typ sein Handy heraus und beginnt nervös darauf einzutippen. Oft nur zum Schein. Was diese Person tatsächlich sagen will, ist a) „Ich bin gerade waahhnsinnig beschäftigt“ und b) „Sprich mich ja nicht an“. Vermutlich versuchen diese Typen damit entweder das simple Bild einer „wirklich wichtigen“ Person abzugeben oder einer für sie unangenehmen Lage zu entgehen. Oder beides.

Der unheimliche Typ

Das Verschränken der Arme ist zum Beispiel typisch für ihn (auch die Umarmung mit sich selbst genannt). Es könnte natürlich sein, das er momentan sehr viel Liebe braucht, und sich deswegen selbst umarmt. Aber eher kann es eine beinahe aggressive Geste sein, wenn dieser Typ so versucht, harmloser auszusehen als er in Wirklichkeit ist und seine Körpersilhouette optisch verschlankt. So jemand ist sicher nicht auf einen netten Kurzplausch zwischendurch aus. Der beste Rat für Begegnungen dieser Art: nicht ansehen, nicht ansprechen - ignorieren

Der Neugierige

Dies ist der Typ, der einfach im Aufzuganfängt mit fremden Menschen anfängt zu plaudern, und immer wieder ganz persönliche Fragen stellt. Und sich scheinbar für jedes Leben komplett interessiert, meistens aber kein Detail von seinem eigenen preisgibt. Diesem Typ traue ich persönlich am wenigsten, es kann entweder ein netter Mensch sein, der einfach auf einen netten Smalltalk aus ist (der dann offen gesagt meistens sehr persönlich wird), oder ein perverser Stalker, der dich schon dein ganzes Leben verfolgt und beobachtet. (Vielleicht ist das ein bisschen übertriebenJ,

aber ihr wisst was ich meine)

Der Aufmerksame

Auch Strammsteher genannt. Meistens der Rücken kerzengerade, die Hände fest am Körper anliegend, die Augen geradeaus, Bauch rein, Brust raus… so steht er da, der Strammsteheher. Diese Körperhaltung verrät nicht nur großes Selbstbewusstsein, sondern auch extremes Kontrollbedürfnis, selbst im Lift. Dieser Typ ist extrem aufmerksam, er saugt regelrecht alle Informationen im Lift auf. Er nimmt alles um sich genauestens wahr – gönnt sich aber selbst wenig Spielraum.

Der Beschützer

Es gibt auch diese Typen, die mit ihrem/r Freund/in, Frau, Mann, Lebensgefährten… im Aufzug fahren. Und, sobald jemand den Fahrstuhl betritt, sich regelrecht auf ihren

Begleiter beschützend stürzen, als wäre dieser jemand ein Tier und würde seinen/ihren Liebsten auffressen. Meiner Meinung nach, ziemlich überdramatisiert.

Der Nuschler

HmmblnnngllmhmWowarnochmalderKnopffürdiedritteEtage?AchjahierUndwasmach-ichdanndort?... Dieser Typ ist das Ebenbild eines zerstreuten Professors. Entweder ihr hört von ihm nur lautes Gemurmel oder er führt Selbstgespräche, die niemanden interessieren, höchstens den Neugierigen. ;)

Der Türsteher

Es gibt Menschen, die stellen sich wie selbstverständlich in die Mitte des Lifts und am besten noch direkt vor die Tür - egal wie voll oder leer der Aufzug ist. Hier bewacht wohl jemand seine Höhle und schirmt sich gegenüber Eindringlingen ab. Oft legt er noch einen drauf und macht den anderen im Lift klar: „ Ich bin hier der Boss – keiner steigt hier ein oder aus, ohne, dass ich das will. Und schon gar nicht vor mir!“ Tja, wenigstens im Fahrstuhl kann dieser Typ den Takt angeben. ;)

Der Knöpfedrücker

Von denen gibt es zwei Arten: Der erste ist der charmante Liftboy, der jeden höflich fragt in welches Stockwerk wer muss und dann lächelnd die Knöpfe drückt, oder auch den anderen: Dieser stürzt sich in den Aufzug um als erster die Knöpfe zu drücken. Am besten wird es, wenn er dann jeden Knopf mit Begeisterung drückt; wie ein kleiner Junge, der sein Weihnachtsgeschenk öffnet.

Der Lässige

Diese Art von Typ ist am sympathischsten, der Lässige genießt jede Sekunde seines Lebens, schließt einfach mal die Augen und genießt den Moment. Er hat meist ein leichtes Lächeln auf den Lippen und strahlt Gelassenheit und Ruhe aus. Er fängt auch oft zu schmunzeln an, wenn er den anderen gestressten Typen zusehen kann, wie sehr sie sich bemühen, irgendwelche Ticks von sich auszuüben.

Der Hyperaktive

Das ist dann derjenige, der es keine Sekunde aushält, sich nicht zu bewegen oder irgendetwas zu tun. Mal trommelt er ungeduldig mit den Fingern auf die Wand des Aufzugs, mal kritzelt er etwas in seine Unterlagen, die er mithat. Am unterhalt-samsten und amüsantesten ist es, wenn er von einen Bein auf das andere springt.

Der Suderant

Es gibt immer wieder diese Leute, die über jeden und alles lästern müssen. Dann fangen sie im Aufzug an, über ihr letztes „OMG“ Erlebnis erzählen. Sie erzählen, mit welchen Idioten sie sich umgeben müssen und lästern über das Café und über ihre schlechten Getränke. Es kann manchmal ziemlich anstrengend sein. Aber immerhin weißt du dann, in welches Kaffeehaus du das nächste Mal am besten nicht gehst.

Der Gestresste

Diese Art von Person stresst die meisten in ihrer Umgebung. Der nervöse Typ, der immer wieder unruhig auf seine Uhr schaut und ungeduldig mit den Fuß auf den Boden klopft. Er sieht aus, als müsste er gleich loslaufen um keinen wichtige Termin zu verpassen. Kaum geht die Tür auf, sind sie auch schon weg. Man kann sie nicht lange im Auge behalten.

Der Übermotivierte

Ein fröhlicher, stets gut gelaunter Mitmensch. Den hat jeder. Doch manche sind so übermotiviert, dass man in ihrer Anwesenheit nicht mehr klar denken kann. Das kann manchmal etwas Gutes sein, manchmal aber auch nicht. Doch wenn dir diese Art von Mensch über den Weg läuft, wirst du wirklich etwas motivierter. Manchmal muss man leichte Genervtheit überwinden, doch es zahlt sich meist aus, sich von dem Eifer anstecken zu lassen.

Der Normalo

Unter all diesen „verrückten“ Persönlichkeiten, muss es natürlich auch einen normalen Menschen geben. Diese Person will einfach nur diese Liftfahrt überstehen und das Stockwerk wechseln. Warum nicht? Es muss solche Menschen eben auch geben, sonst würde dieser Planet schon längst nicht mehr so sein, wie er ist.

Der Gaffer

Jeder kennt diese eine Person, die es einfach nicht lassen kann, schamlos jeden anzustarren. Egal wo und wann. Meistens führt das zu Unannehmlichkeiten. Vor allem ist es wirklich schräg, mit so einem Typ Mensch alleine im Aufzug zu sein. Das kann dann schon einmal unheimlich werden, wenn er dich die ganze Zeit angafft.

Der Drängler

Es muss einfach den Drängler geben. Das ist derjenige der es einfach nicht lassen kann, sich immer so weit wie möglich nach hinten zu stellen, um dann beim Aussteigen möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Bei manchen „Dränglern“ gehört es einfach dazu, sich zusätzlich noch etwas zu beschweren, wie unhöflich dich die heute Jugend ist. Weil ihm niemand den Weg freimacht. Hach, ♥ ich liebe diese Menschen!!!

Der Protektor

Typisch für junge Frauen, die gerne auch mal etwas „luftiger“ gekleidet sind: Kaum steigen ein paar Männer dazu, die sie auffällig (nicht sehr charmant) mustern, pressen die die Aktenmappe, Tasche... vor die Brust und verschränken die Beine. Eine klassische Schutz Haltung, die auch bei Männern vorkommt. Nur halten diese dann ihre Hände vor ihrem Genitalienbereich verschränkt. Tragischer Weise erreicht die Geste das genaue Gegenteil von dem, was sie eigentlich will: Sie sexualisiert die Situation noch mehr. Was soll man dazu noch sagen?

    Und, wozu gehörst du?

von Eva Hanner

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