Der Traum vom weißen Weihnachten

Seit beinahe 3 Jahren ist Weihnachten nicht mehr das, was es einmal war. Wer sich zu dem christlichen Freudenfest Schneeflocken im Überfluss wünscht, hofft wohl vergeblich.

Doch warum schneit es im Dezember beinahe nicht mehr und wer trägt eigentlich die Schuld für diesen Wandel? 

 

Während früher Anfang Dezember bereits mehrere Dezimeter Schnee lagen, müssen wir uns heute mit Schlamm und dem allseits beliebten „Gatsch“ zufrieden geben. Das ganze liegt am Klimawandel. Diverse Abgase halten uns seit längerer Zeit die Kälte vom Leib – ob wir wollen oder nicht.

Die Schuld daran tragen wir selbst.

 

Jeder Meter muss mit dem Auto gefahren werden, öffentliche Verkehrsmittel werden zu wenig genutzt. Es gibt nur wenige, die ihr Rad auch wirklich verwenden und es nicht in der Garage verrosten lassen.

 

Während die Regierung denen Geld bietet, die sich für den Schutz des Klimas einsetzten und auf erneuerbare Energien umsteigen, stellen sich einige einfach quer und wollen nicht begreifen, wie wichtig der Klimaschutz in Wirklichkeit ist.

Dabei gibt es so viele Anzeichen auf den von Menschen bereiteten Weltuntergang, welcher eintreten wird, sollten wir uns nicht endlich am Riemen reißen und retten was noch übrig ist.

 

Der jüngste Klimagipfel in Paris scheint immerhin aufzuzeigen, dass sich schön langsam eine Wende in der Weltpolitik und im Denken einzuleiten scheint: Man setzte sich zum Ziel, die Erderwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit auf einigermaßen ambitionierte anderthalb bis zwei Grad zu beschränken. Bindend sind diese Beschlüsse zwar nicht, trotzdem sind weltweit deutliche Verschärfungen des Umwelt- und Klimaschutzes zu erwarten.

 

Doch selbst wenn sich etwas ändert, werden wir wohl weiterhin im Sommer dahin schmelzen und im Winter über die frühlingshaften Temperaturen klagen müssen. Denn 1,5 bis zwei Grad Erderwärmung bedeutet trotzdem: Aus der Traum vom Weißen Weihnachten.

 Aus der Printausgabe vom 23. Dezember 2015 - von Lena Hinterhölzl

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