Der 32. Stifterball - Tänze, Twitter und ein Skandal

Am letzten Freitag fand das alljährliche Großevent unserer Schule, der Stifterball, statt. Unter dem Motto „Karneval am Stifterball“ wurde diese Festlichkeit schon zum 32. Mal; übrigens zum 26. Mal im Kaufmännischen Vereinshaus; begangen. Wie fast jedes Jahr waren alle Karten ausverkauft; entsprechend gefüllt war das „Palais“. Für vier Klassen, die 8A, 8B, 8C und 9M war dieser Abend auch der Maturaball. 

Gäste und Berichterstattung

 

Die Anzahl der Ehrengäste war in diesem Jahr etwas bescheiden, da die Konkurrenzveranstaltung „Gala-Nacht des Sports“ im Brucknerhaus fast sämtliche Prominenz schluckte. In Vertretung des abwesenden Landeskaisers Dr. Josef Pühringer besuchte uns aber der Landtagsabgeordnete und Landesgeschäftsführer der ÖVP Dr. Josef Hattmannsdorfer.

 

buntStifter berichtete übrigens, wie sicher viele bemerkt haben, erstmals live auf Twitter. Vielen Dank dafür an Felix Strasser, der das geglückte Experiment organisierte! 

Gäste und Berichterstattung

 

Die Anzahl der Ehrengäste war in diesem Jahr etwas bescheiden, da die Konkurrenzveranstaltung „Gala-Nacht des Sports“ im Brucknerhaus fast sämtliche Prominenz schluckte. In Vertretung des abwesenden Landeskaisers Dr. Josef Pühringer besuchte uns aber der Landtags-abgeordnete und Landesgeschäfts-führer der ÖVP Dr. Josef Hattmanns-dorfer.

 

buntStifter berichtete übrigens, wie sicher viele bemerkt haben, erstmals live auf Twitter. Vielen Dank dafür an Felix Strasser, der das geglückte Experiment organisierte! 

Eklat um die Hebefigur

 

Gleich zu Beginn des Balls kam es hinter den noch geschlossenen Türen des Vereinshauses zu einem Skandal: Die Hebefigur am Schluss der Eröffnung wäre heuer zum ersten Mal von zwei Burschen ausgeführt worden. Quasi in letzter Sekunde vor dem Auftanzen wurde aber gegen den Protest mehrerer Schüler beschlossen, die Figur heuer zu unterlassen, da man Angst hatte, konservativer eingestellten Zeitgenossen könnte dieser Traditionsbruch erzürnen. Es wurde die Befürchtung geäußert, dass im schlimmsten Falle sogar Medien darüber berichten und die zwei betroffenen Tänzer somit unfreiwillig ins Rampenlicht einer skandalgeilen Berichterstattung stellen hätten können.

 

Die Kritik an dieser womöglich etwas überstürzten Aktion gilt jetzt keineswegs dem Direktor oder unserer Choreographin Linda, die mit dem Hintergedanken, niemanden in eine unangenehme Situation zu bringen, zwar sehr vorsichtig aber sicher richtig gehandelt haben. Sie sollte eher zu denken geben, dass es selbst im Jahr 2016 noch negativ aufgenommen werden kann, wenn zwei Männer zusammen einen Ball eröffnen und man selbst hier noch fürchten muss, wegen so etwas in die Medien zu kommen. Sollten wir im 21. Jahrhundert nicht bereits längst darüber hinweg gekommen sein? Scheinbar sind wir es doch noch nicht.

 

Erschreckend, was tatsächlich noch hinter der Fassade einer so liberalen und offenen Gesellschaft stecken kann. Wer weiß, wann der erste Stifterball mit einer Hebefigur eines gleichgeschlechtlichen Paares stattfindet? 

Ein gelungener Ballabend

 

Nach der Eröffnung verlief jedoch alles reibungslos und ohne fragwürdige oder negative Ereignisse. Während des gesamten Abend fanden zahlreiche Events statt: Neben den spektakulären Balleinlagen der achten Klassen gab es eine Tombola, die Wahl zur Ballkönigin, den Mitternachtswalzer und vieles mehr. Großer Beliebtheit erfreuten sich zudem das Kuchenbuffet mit Livemusik sowie die gewohnt gefüllte und verrauchte Blaue Bar.

 

Wie immer gab es zudem fast im ganzen Vereinshaus ein unbeschreibliches Gedränge, das dem täglichen Stau auf der Nibelungenbrücke in nichts nachsteht. Es gibt wohl kaum einen anderen Ort auf der Welt, wo das Durchqueren eines Flures fünf Minuten dauert und drei Beschimpfungen von angerempelten Personen verursacht. Angesichts der Stehtische im Gang nach dem Treppenhaus frage ich mich schon manchmal, wieso wir aus feuerpolizeilichen Gründen keine Couch in die Gänge unserer Schule stellen dürfen.

Afterball

 

Um 2 Uhr fand dann in der altstädtischen Sega-Bar der Afterball statt, eine der wenigen Gelegenheiten, einen Großteil der Schüler des Stiftergymnasiums in angeheitertem Zustand zu sehen. Im Laufe der folgenden Stunden begaben sich dann immer mehr Feiernde auf den Heimweg. Nur eine Handvoll härtestgesottener Achtklässler fand sich um 7 Uhr im an diesem Tag früher aufschließenden Jindrak ein, um dort noch Kaffee zu trinken, trotz Übelkeit ein Frühstück zu essen und teilweise auch um spontan einzunicken.

 

Trotz eines kleinen Skandals ein großartiger Ball voller unvergesslicher Eindrücke und toller Erlebnisse! Die Organisatoren im nächsten Jahr werden alle Mühe haben, diesen zu übertreffen. Für uns heißt´s derweil aber weiterfeiern: Morgen folgt mit dem Faschingsfest ein weiteres legendäres Stifter-Event!

 von Tobias Lindorfer

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Kommentare: 2
  • #1

    andrea (Mittwoch, 10 Februar 2016 16:55)

    gibts da ev noch mehr bilder? bitte bitte bitte auf die homepage stellen
    danke!!!!

  • #2

    michaela (Donnerstag, 11 Februar 2016 09:04)

    Auch ich würde gerne ein paar Bilder sehen. Vielleicht könntet ihr die wirklich auf die Homepage stellen.