SchülerInnenparlament und Ergebnisse des Ideenwettbewerbs

Nach der Podiumsdiskussion kam es – selbstverständlich ohne Medien-vertreter, Lehrer und Besuchern anderer Schulen – Zum Schüler-Innenparlament. Dieses hatte sich nach seiner Krise im letzten Jahr, der in einem von der Schülervertretung selbst gestellten Antrag über die Abschaffung dieses einzigen Mittels zur demokratischen Mitbestimmung der Schülerschaft (zum Glück abgelehnt) gipfelte, völlig erholt. Insgesamt sechs Anträge zu den unterschiedlichsten Themen wurden gestellt.

Zahlreiche Anträge

 

Intensiv diskutiert wurde dabei über die Einführung eines Lehrer-Feedbacks: Viele waren dafür, solch eine Möglichkeit der Rückmeldung zu organisieren, einige auch dagegen – so wurden Befürchtungen geäußert, es könnte zu einem „Lehrer-Bashing“ kommen. Auch, darüber, wie das Feedback genau aussehen sollte, herrschte Uneinigkeit. Schließlich einigte man sich nach mehreren Abstimmungen auf von der Schülervertretung zusammengestellte Zettel mit konkreten Fragen, die unter den Schülern verteilt werden sollten.

 

Relativ großen Einfluss auf die Zukunft unserer Schule und des Stifterballs könnte der Antrag von Jonas Stütz (8C) darüber, dass der Direktor in Zukunft nicht mehr Teil des Ballkomitees sein sollte, haben. Die Mehrheit entschied sich für seinen Vorschlag, den Ball schon ab der siebten Klasse ohne den Schuldirektor organisieren. Das heißt konkret: Wesentlich mehr Einfluss der Schüler auf die Gestaltung des Balls und möglicherweise – abhängig von der Verhandlungen der Schülervertretung – mehr Geld für die achten Klassen: Denn derzeit kommt immerhin ein Drittel der Balleinnahmen der Schule zugute. Dieser Anteil könnte geringer werden; dass die ganzen Mittel alleine den Schülern zukommen könnten, gilt aber als eher unwahrscheinlich.

 

Knapp angenommen (mit nur acht Stimmen Mehrheit) wurde schließlich der von meiner Wenigkeit gestellte Antrag über einen Tischfußballtisch im Pausenraum, eventuell auch in einem der Gruppenräume. Nach langer und emotionaler Diskussion, bei der unter anderem Befürchtungen über „grölende Burschen“ und einen erhöhten Lärmpegel geäußert wurden, wurde die Anschaffung beschlossen, wobei sich das vorhergehende Gespräch über die Kosten eines solchen Geräts mittlerweile erübrigt hat, denn eine Fünftklasslerin erklärte sich dazu bereit, den eigenen, gebrauchten „Wuzzeltisch“ zur Verfügung zu stellen. Über Details muss noch verhandelt werden, vielen Dank aber für das Angebot!

 

Auch einige weitere Anträge, unter anderem auch einer über die Anschaffung von Haken auf den Damentoiletten, übrigens mit überraschend ausführlicher Diskussion über „den Haken“ (Martin Bernard) an der Sache, wurden gestellt. Es soll aber nicht genauer darauf eingegangen werden, stattdessen nun zu einem wesentlich interessanteren Thema: 

Ideenwettbewerb Pausenraum

 

Überraschend viele Schüler zeichneten Entwürfe für die potenzielle Gestaltung des Pausenraums! Die SV erhielt mehr als 20 Einsendungen, von denen schließlich – aufgrund der schweren Durchführbarkeit einiger – zwischen 17 abgestimmt wurde. Dabei ist die Vielfalt der Einfälle groß: Von Landschaften über Figuren aus Geschichten, von Stadtpanoramen über abstrakte Darstellungen bis hin zu Flächen, die von den Schülern selbst gestaltet werden könnten.

 

Relativ eindeutig gewann mit 421 Punkten der Entwurf „Instrumente, Welt und Mensch“ (Name von der SV gewählt), bei dem u. a. die Erdkugel vor dunkelblauem Hintergrund dargestellt wird. Er überzeugte viele Schüler auch dadurch, dass er relativ gut ausgearbeitet war. Wie die genaue Umsetzung aussieht bzw. ob dieser Plan überhaupt in dieser Form realisiert wird, ist noch unklar. Fix ist: 100 Euro gehören der Gewinnerin/den Gewinner (wir wahren hier noch Anonymität).

 

Zweitplatziert (256 Punkte) ist „Whiteboard Community Room“ mit der Idee, den Pausenraum mit einem speziellen Lack zu bestreichen, auf dem sich - wie auf einem Whiteboard – z. B. mit Filzstiften schreiben und zeichnen lassen könnte. Platz 3 (252 Punkte) ist der Entwurf „Goldgelbe Wand“, Platz 4 (214 Punkte) „Penthouse Pausen(t)raum“ (mein eigener Beitrag zum Ideenwettbewerb), Platz 5 (205 Punkte) „Achterbahn“.

 

Dieses Mal wurde beim SIP wieder einmal wirklich etwas verändert. Das Ballkomitee wird wahrscheinlich nächstes Jahr wahrscheinlich ohne Direktor auskommen, ein Tischfußballtisch wird angeschafft, Haken werden auf den Toiletten installiert, der Pausenraum erhält eine schöne Gestaltung… eine gute Bilanz! Wenn auch letztes Jahr noch viele an seiner Sinnhaftigkeit zweifelten, wurde am Donnerstag eindrucksvoll bewiesen, dass es viele motivierte, engagierte Jugendliche gibt und die Schüler doch etwas bewirken und den Schulalltag aktiv mitgestalten können. 

von Tobias Lindorfer

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Kommentare: 2
  • #1

    Ganz Geheim (Freitag, 12 Februar 2016 15:33)

    das stimmt so nicht ganz- mit dem geld, das die schule bekommt wird das palais für das nächste jahr vorfinanziert. das sollte so bleiben, weil ca. 10, 000 Euro nur über die schüler zu finanzieren ist sehr schwer. und der rat vom direktor hat schon oft geholfen und ich denke es bekommt jeder mehr als genug geld ;)

  • #2

    Redaktion (Freitag, 12 Februar 2016 18:24)

    Dass das Geld für die Schule in den nächsten Ball fließt, war mir nicht bekannt. Vielen Dank für die Information!