Interview mit ZOE: "Abzuheben ist einer der größten Fehler, den man begehen kann"

Die aufstrebende österreichische Künstlerin versucht zum zweiten Mal für Österreich beim Songcontest anzutreten. Wir durften ihr einige Fragen stellen.

- buntStifter: Du hast vor kurzem dein Debut Album „Debut“ auf den Markt gebracht. Das Album wird vom French Pop geprägt. Wie bist du auf dieses Genre gekommen?

ZOE: Ich habe schon als Kind sehr viel französische Musik gehört. Mein Opa hat mir die großen Chansonniers vorgespielt. Da meine ganze Familie sehr frankophil ist und meine Großeltern in Paris leben, verbringe ich auch immer wieder Zeit in Frankreich. Ich selbst war in der französischen Schule in Wien und habe die französische Sprache, ganz besonders wenn sie gesungen wird, lieben gelernt. Als ich begonnen habe mit meinem Vater an meinen ersten Songs zu arbeiten, war es gar keine bewusste Entscheidung, französisch zu singen. Eigentlich reiner Zufall. Wir fanden dann beide dass es passt und ich bin dabei geblieben.

- Als Teilnehmerin des Kiddy Contests 2007 wurdest du damals schon mit einem hohen Bekanntheitsgrad konfrontiert. Stellte dies für dich eine große Belastung dar und wie gingst du damit um?

Die Teilnahme am Kiddy Contest war eine tolle Erfahrung und war sicher nicht belastend für mich. Ich habe mich sehr gefreut dass ich damals schon auf einer großen Bühne stehen durfte. 

- So wie im letzten Jahr versuchst du einen Startplatz beim ESC zu ergattern und stellst dich dem Voting bei „Wer singt für Österreich“. Welche Erfahrungen hast du vom letzten Mal mitgenommen?

Es war eine tolle Erfahrung im letzten Jahr. Ich konnte wahnsinnig viel lernen und hab viel Erfahrung sammeln können. Zum Beispiel wie es ist in TV-Live Shows aufzutreten. Es war außerdem eine tolle Chance für mich, meine Musik erstmals einem großen Publikum präsentieren zu können. 

- Siehst du dich am 10.Mai 2016 auf der Bühne des Ericsson Globes in Stockholm?

:) Darüber würde ich mich schon wahnsinnig freuen! Ich versuche mir allerdings nicht zu viele Hoffnungen zu machen, da ich Angst habe ansonsten enttäuscht zu werden.

- Was ist dein Ansporn im Hinblick auf den Eurovision Songcontest?

Ich liebe den Songcontest und verfolge ihn auch schon seit vielen Jahren. Es wäre das Größte für mich mal auf dieser Mega-Bühne zu stehen und für ganz Europa zu singen!

- Du bist erst 19 Jahre jung, dein Album befand sich 9 Wochen in den Top-Ten der österreichischen Charts, du bist durch die ESC – Vorentscheidung und deine Rolle in der Serie „Vorstadtweiber“ österreichweit bekannt. Fällt es dir manchmal schwer am Boden zu bleiben?

Dadurch, dass mein Vater mich gut auf das Leben als Künstlerin vorbereitet hat, ist mir klar, dass abzuheben einer der größten Fehler ist, den man begehen kann, sobald Popularität einsetzt. Die größten Stars sind meistens trotz allen Rummels bodenständige Menschen. Alles andere ist gefährlich für den Charakter und die Gesundheit.

- À Propos „Vorstadtweiber“! Wirst du in Zukunft mehr auf der Leinwand zu sehen sein oder konzentrierst du dich auf deine Musik?

ich hoffe es :) Schauspiel ist neben der Musik meine große Liebe. Ich werde im Herbst in einer vierteiligen TV-Serie namens „Pregau“ im ORF zu sehen sein. Das war meine bislang größte Rolle.

- Was hat dich auf deinem Weg zur Musikerin am meisten geprägt?

Mein Vater, der ja selbst Musiker ist, und jede Musik, die ich seit meiner Kindheit gehört habe (Von Opern, über die Beatles bis zu Musicals)

- Findest du, dass es für junge österreichische KünstlerInnen schwierig ist, bekannt zu werden?

Ich hatte großes Glück, dass es bei mir so schnell gegangen ist und bin sehr dankbar dafür! Viele, die es ebenso verdienen würden, haben einen viel längeren Weg zu beschreiten.

- Da wir eine SchülerInnenzeitung sind, möchte ich dir zuletzt eine Frage über deine Schulzeit stellen: Wie hast du sie empfunden und warum hast du dich entschlossen auf eine französische Schule, das „Lycée Français de Vienne“, zu gehen?

Ich war, als ich ins Lycée gekommen bin, noch viel zu klein um selbst zu entscheiden :)) Das war die Entscheidung meiner Eltern.

Danke für das Interview!

von Felix Strasser

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