Wie lange soll es noch weitergeh´n?

Wie lang soll es noch weitergeh´n?
Wie lang hab' ich noch aufzusteh´n?

Geweckt aus meinem Schlafe,
um zu gehen auf die Straße 
auf der mir nicht nur Arbeit droht,
nein, die auch endet mit dem Tod.

Sag mir, was soll besser sein 
in dieser kalten Welt
als in Träumereien 
leben ganz ohn´Geld?

Da scheint es nichts zu geben
warum man wachen sollt.
Man könnt' doch im Traume "leben",
alles haben was man wollt'.

Und doch geh ich spät ins Bett,
auch wenn ich habe nichts zu tun.
Schlüpfe nicht unter die Deck'
obwohl mein Herze möchte ruh´n.

Es ist nicht der Körper, der das Wachbleiben nicht erträgt.
Es ist der Geist, der aus dem Inneren mir schreit und schlägt.
Denn während der andere schläft und ruht,
bekommt dieser vom Wachsein nicht genug.

Hätt' der Geist einen Kopf, würd' es ihn nur dreh´n.
Hätt' der Geist zwei Füße, könnte er trotzdem nicht mehr geh´n.
Hätt' der Geist einen Rücken, würde er in einem Bette liegen.
Hätte der Geist etwas zum Stützen, würden Hände keinen Halt mehr geben.

Doch so kann er nicht mal das nicht mehr,
wenn es ihm noch so im Innern sticht.
Seinen Umhang, den kann er niederlegen,
doch sich selbst, das kann er nicht.

 

Aber über sein Werkzeug ist er Herr,
mit dem bringt er es ins Lot
was ihn kümmert, gar drückt so sehr.
Bringt sich selbst den Schlaf im Tod.

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